Schon im Jahre 1608 ließ Hans Stephan Hartlieb aus Burrweiler die von ihm begründete "Mal- und Oelmühle sowie Hammerschmiede" an dieser Stelle vom Wasser des Modenbaches antreiben.
 
Alte Papiere geben kund, daß ihm der damalige Zinsmeiseter und spätere Kammerdirektor Johann Wolfgang Durass aus Weyher folgte. Er und seine erbende Tochter, eine Witwe Traitteur, verpachteten die Buschmühle mehrfach.
 
Im Jahr 1838 errichtete der damalige Eigentümer Jakob Minck aus Annweiler neben der alten Mühle das heutige Hauptgebäude der Buschmühle im Stil eines Herrschaftshauses.
 
Johannes Sauter von der Zeiskamer Mühle erwarb die Buschmühle im Jahr 1888. Sie wurde 1890 von seinem Schwiegersohn Jakob Hünerfauth übernommen und später von seinem Sohn Hermann Hünerfauth weitergeführt.

Jakob Hünerfauth fügte dem Mühlenbetrieb eine Bäckerei hinzu und versorgte mit einem Pferdefuhrwerk die Dörfer um Landau und Edenkoben sowie im Ramberger Tal mit Brot. Der sechspfündige Laib reines Roggenbrot kostete damals 55 Pfennige.
 
Im Jahr 1900 wurde schließlich auf der Buschmühle eine Gaststätte eingerichtet. Schon bald war die Buschmühle ein vielbesuchtes Ausflugsziel für Wanderer und die pferdebespannten Kutschen aus der Garnisonsstadt Landau.
 
Die Mühle wurde genau 250 Jahre nach Ihrer Gründung, nämlich im Jahr 1958, stillgelegt. Nur die alten Mühlsteine im Hof dieses Anwesens zeugen noch vom früheren Dasein des Mahlwerks.

Der Modenbach hat seine Arbeit getan und das große hölzerne Mühlrad im sogenannten Wasserbau steht für immer still.
 
Der Ruf der Gaststätte jedoch ist im Laufe Ihres über 100-jährigen Bestehens beständig gewachsen. Dies und die Tradition unseres Hauses sollen uns Verpflichtung sein, den Wünschen unserer Gäste gerecht zu werden.
 
 

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Hünerfauth-Kern